19.02.2008
16.02.2008 Freiburg-Athen
Bericht von Volker Häring
Nachts mit dem Bus durch die Schweiz. In Italien angekommen, geht es uns wie Obelix in „Asterix bei den Schweizern“. „Wie ist das Land der Schweizer?“ „Flach!“ Ab und zu ein schemenhafter Bergriese, der mit Schnee glänzt, das war’s, schon sind wir über die Alpen. Oder besser unten durch. Gerne wäre ich auch dieses Stück geradelt, und Tom, der ja eigentlich sowieso schon im Januar losradeln wollte und nur durch seine Familienpflichten davon abgehalten wurde, wohl auch. Nun rollen wir auf leeren Autobahnen in Richtung Ancona, versuchen ein wenig Schlaf abzuholen, sind aber wohl alle zu aufgeregt, um wirklich Ruhe zu finden, da hilft auch kein Holunderschnaps. Alle Minute wirft sich unruhig einer der Teilnehmer von einer Sesselseite auf die andere, nur zuweilen klingt der Anflug eines Schnarchens durch den Bus. Gestern der große Bahnhof in Freiburg, Tränen, gute Wünsche und ein paar Journalisten, ein Abschiedsessen beim Chinesen, der ein Vietnamese war. Beschnuppern, von den Vorbereitungen erzählen, über die Reise spekulieren. Schnee haben sie angesagt für Athen, die Funktionsunterwäsche und die Handschuhe sind eingepackt. Ab Mitte der Woche dann Sonne und bis zu 15 Grad, verkündet der Trend bei Wetter online. Gerade richtig, denn am Donnerstag brechen wir aus Athen auf und treten gleich kräftig in die Pedalen: 120 Kilometer und jede Menge davon bergauf.
